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Hochschule für Polizei Baden-Württemberg

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Category: Villingen-Schwenningen

Schriftzug "Tallinn" auf einer Wiese
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Frank Faras
Donnerstag, 27 Juni 2024 / Published in Akademisches Auslandsamt, Allgemein, Studium, Villingen-Schwenningen

25.06.2024 | Akademische Zusammenarbeit mit der estnischen Polizei

Mit einigen Ländern wie Spanien, Großbritannien, der Schweiz, Österreich und Frankreich unterhält die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) langjährige Kooperationen und wechselseitige Austauschprogramme. Den notwenigen Zugang zu einem „neuen“ Land zu erhalten, erweist sich in der Praxis teilweise als problematisch. Viele Anfragen Anfrage des Akademischen Auslandsamtes bleiben leider schlichtweg unbeantwortet.

Umso erfreulicher war die erfolgreiche Internationalisierungsbestrebung mit Estland. Denn hier zeigte sich wieder einmal, wie wertvoll sich das Netzwerk der International Police Association (IPA) darstellt, in dem sich auch Polizeihauptkommissar Christian Lehberger als Beisitzer der Hochschule im Vorstand der Verbindungsstelle Villingen-Schwenningen befindet. Denn über die IPA-Wege konnte sehr unkompliziert eine Videokonferenz mit dem Präsidenten der IPA Estland Uno Laas und dem Leiter des International Office der Estonian Academy of Security Sciences (EASS) Mihkel Miller durchgeführt werden. Im Ergebnis waren sich alle über die Erfolgsaussichten einer Kooperation zwischen Baden-Württemberg und Estland einig. So wurde Christian Lehberger, der auch das Akademische Auslandsamt der HfPolBW leitet, zu einem Sondierungsbesuch nach Estland eingeladen, um die Möglichkeiten für künftige Kooperationen zu erkunden. Im Juni 2024 flog Christian Lehberger daher nach Estland. Er konnte sich für mehrere Tage Eindrücke vom Land und der estnischen Polizei verschaffen.

Für eine Kooperation der HfPolBW mit der estnischen Polizei sprechen nicht nur die bestehenden bilateralen Beziehungen, die eng und freundschaftlich geprägt sind. Auch der politische Dialog stellt sich vertrauensvoll und intensiv dar. Deutschland und Estland feierten im Jahr 2021 den 100. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen und den 30. Jahrestag der Wiederherstellung dieser Beziehungen. „Was mir sofort aufgefallen ist, ist die freundliche und offene Art der Kolleginnen und Kollegen, die ich auf meiner Estlandreise kennenlernen durfte“, so Christian Lehberger. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich so herzlich und intensiv die Zeit nimmt, um einem ausländischen Vertreter seinen Arbeitsbereich vorzustellen. Und das in Anbetracht der gegenwärtigen stets präsenten Gefährdung durch den „Nachbarn“, der sich nur wenige Meter entfernt auf der anderen Uferseite der Narwa befindet.“

Eine besondere Stellung nimmt Estland seit Beginn des Ukrainekrieges als direkter Anrainerstaat zu Russland ein. Die Narva bildet die Grenzlinie zwischen Estland und Russland. Der Fluss markiert zugleich die östliche Außengrenze von EU und Nato. So stand auch die Border Guard Station in der Grenzstadt Narwa auf dem Besuchsprogramm, die für die Überwachung der Außengrenze mit u. a. 17 Booten zuständig ist.

Insbesondere die innovative und technisch hochentwickelte Polizei Estlands kann aus Sicht des Akademischen Auslandsamtes für die Polizei Baden-Württemberg ein Vorbild sein. So gewann die Estonian Police and Border Guard Board (PPA) beispielsweise bereits den Preis für die „best innovative technical solution at the Europol Excellence Awards in Innovation“.

Beeindruckt zeigt sich Christian Lehberger auch von der Sisekaitseakadeemia (EASS) in der Hauptstadt Tallinn, die für die Ausbildung estnischer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten aber auch Gefängniswärterinnen und Gefängniswärter verantwortlich ist und eine herausragende bauliche und technische Umgebung hierfür bietet. Beispielsweise verfügt die Akademie über einen Gefängnistrakt als Übungsumgebung.

In zahlreichen Besprechungen und Einzelgesprächen wurden Möglichkeiten für Kooperationen angedacht. Bereits während der Rückfahrt aus Narwa konnte das Akademische Auslandsamt eine Studierende der HfPolBW erfolgreich nach Estland vermitteln. Die Planungen für zehn weitere Auslandshospitationen in Estland durch Studierende der HfPolBW wurden bereits aufgenommen.

Nachfolgend einige Eindrücke des Aufenthalts:


Hintergrund:

„Die internationale Ausrichtung deutscher Hochschulen ist wichtiger denn je“. Mit diesem Zitat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eröffnete der Leiter des Akademischen Auslandsamtes, Christian Lehberger, die Informationsveranstaltung für die ca. 600 Angehörigen des 46. Studienjahrgangs an der HfPolBW zum Thema Auslandshospitationen im November 2023. „Eine unvergessliche Chance“, „einmalige Erlebnisse“, „den Tellerrand überblicken“, das sind nur wenige Rückmeldungen von Erfahrungen ehemaliger Studierender, die eine Auslandshospitation an der HfPolBW wahrgenommen haben. Diese Möglichkeit bietet sich den Studierenden im vierten (fachpraktischen) Semester, in dem sie grundsätzlich für die Dauer von bis zu drei Wochen eine polizeiliche Einrichtung im Ausland besuchen können. Das Akademische Auslandsamt der Hochschule unterstützt die Studierenden bei diesen Ambitionen.

Akademisches AuslandsamtAuslandsaufenthaltEstlandHospitationStudiumTallinnZusammenarbeit
Icon Studium Generale
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Frank Faras
Freitag, 14 Juni 2024 / Published in Allgemein, Studium, Villingen-Schwenningen

14.06.2024 | Studium Generale zu den Einsatzmöglichkeiten von Rettungs- und Personenspürhunden

Das Wahlmodul „Vermisstenfälle – von der Anzeigenaufnahme bis zu konkreten Suchmaßnahmen“ wird aktuell unter Leitung der Fakultät I, Einsatzwissenschaften, durch die Dozierenden Tanja Kolberg und Marco Naskowski für den 45. Studienjahrgang und den 2. Erfahrungsbasierten Studienjahrgang angeboten.

Es beinhaltet neben der Beantwortung von rechtlichen Fragestellungen, der praktischen Fallbearbeitung bei Suchmaßnahmen und der Betrachtung einsatztaktischer Aspekte auch praxisbezogene Elemente, wie den Einsatz von polizeieigenen Personenspürhunden sowie von Flächensuchhunden der Rettungsorganisationen oder den technischen Einsatzmöglichkeiten des Polizeihubschraubers und von Drohnen.

Aufgrund des Interesses der Studierenden der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) und der Relevanz des Themas fand in dieser Woche die Vorstellung der Personenspürhunde des Polizeipräsidiums Einsatz und der Flächensuchhunde der Landesarbeitsgemeinschaft der Rettungshundestaffeln im Rahmen eines „Studium Generale“ statt.

Im ersten Teil der Veranstaltung stellte eine Kollegin vom Trainings- und Kompetenzzentrum der Polizeihundeführer des Polizeipräsidiums Einsatz die Einsatzmöglichkeiten der seit 2016 bei der Polizei eingeführten Personenspürhunde (Mantrailer-Hunde) vor. Sie erläuterte die Anforderungswege und zeigte die Möglichkeiten und Grenzen bei der Suche nach Vermissten oder Straftäterinnen und Straftätern auf. Begleitet wurde sie von ihrem Personenspürhund „Leo“ sowie einer weiteren Kollegin mit deren Mantrailer-Hund „Ayumi“. 

Im zweiten Teil stellte der Leiter der Malteser Rettungshundestaffel Bereich Schwäbisch Gmünd und der DRK Fachberater Rettungshunde, die Landesarbeitsgemeinschaft Rettungshunde Baden-Württemberg (LAGRH BW) vor.

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, welches die Kapazitäten der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit Rettungshundestaffeln in einem Verband zusammengeschlossen hat.

Hierbei werden speziell ausgebildete und geprüfte Hunde mit deren Hundeführern zur Suche und zur Durchführung von Erster Hilfe bzw. sanitätsdienstlicher Versorgung eingesetzt.

Zum Repertoire des Landesverbands Rettungshunde zählen Flächensuchhunde und Trümmerhunde, Mantrailer sowie Lawinen- und Wassersuchhunde, welche kostenlos zur Unterstützung von Sucheinsätzen der Polizei in definierten Gebieten wie z. B. Wald, Flure, Steinbrüche, Seen etc. angefordert werden können. Auch schlechte Witterung wie Nebel oder Schnee sind für den Einsatz der Rettungshunde kein Ausschlusskriterium.

So benötigt ein Rettungsteam für die Absuche einer Fläche von 20.000 qm, was einer Fläche von ca. fünf Fußballfeldern entspricht, lediglich 20 Minuten. Zum Vergleich: Eine menschliche Suchkette müsste für die gleiche Leistung mindestens 50 Einsatzkräfte umfassen.

Die Referentinnen und Referenten zeigten die optimale Verknüpfung der polizeilichen Personenspürhunde und die der ehrenamtlichen Flächensuchhunde der Rettungshundestaffeln bei polizeilichen Suchmaßnahmen auf und erläuterten diese an praktischen, aktuellen Fällen. Hierbei machten Sie das Angebot – das eindeutig als Appell verstanden werden durfte – diese Einheiten auch im niederschwelligen Bereich, mit der Bitte der frühzeitigen Verständigung, angefordert werden können.

Die betreuende Fachgruppe Einsatzwissenschaften freute sich bei über 250 Zuhörerinnen und Zuhörern über voll besetzte Ränge. Zahlreiche Studierende haben nach ihren Vorlesungen den Weg in den Vortrag gefunden und großes Interesse durch viele Fragen an die Referierenden gezeigt.

Auch nach Ende des Vortrages fand noch ein reger Austausch zwischen den Studierenden und den Referierenden statt, welche für zahlreiche weitere Fragen Reden und Antwort standen.

Die HfPolBW bedankt sich bei den Referierenden für ihr Engagement.

Gruppenbild der Referentinnen und Referenten mit den verantwortlichen Dozierenden des Wahlmoduls
HfPolBWPersonenspürhundeStudium Generale
Gedenkstätte im Trauerraum
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Frank Faras
Mittwoch, 12 Juni 2024 / Published in Allgemein, Biberach, Böblingen, Bruchsal, Herrenberg, Lahr, Mosbach, Villingen-Schwenningen, Wertheim

12.06.2024 | Rückblick: Die Hochschule für Polizei gedenkt des getöteten Kollegen

Die Polizei Baden-Württemberg trauert um einen Kollegen des Polizeipräsidiums Mannheim, der in Folge eines unfassbaren Attentats am Freitag, 31.05.2024, mitten aus dem Leben gerissen wurde.

Genau eine Woche nach der Tat, am Freitag, 07.06.2024, fand um 11:34 Uhr eine Schweigeminute zu Ehren und zum Gedenken des geschätzten Kollegen statt.

Auch die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) beteiligte sich an allen Hochschulstandorten daran.

Am zentralen Studienstandort, dem Campus in Villingen-Schwenningen versammelten sich mehrere Hundert Beschäftigte, Dozierende und Studierende vor dem Zentralgebäude, bei den auf Halbmast wehenden Flaggen zur Gedenkminute. Der Vizepräsident der Hochschule, Jürgen von Massenbach-Bardt, sprach einleitend einige kurze aber sehr bewegende Worte an die Versammelten.

Hierbei ging er auch darauf ein, dass das nach der grausamen Tat erhoffte Wunder der Genesung des Kollegen leider ausgeblieben ist. „Die Polizei, wir, verlieren einen sehr geschätzten Kollegen, für den das Leben noch so viel bereit hielt“, so Herr von Massenbach-Bardt weiter.

Nach der Schweigeminute erging an die Anwesenden abschließend der Wunsch, dass sie immer gesund nach Hause kommen und auf sich aufpassen sollen.

Auch an den fünf Ausbildungsstandorten wurde in gemeinsamen Aktionen des Kollegen gedacht.

Beim Institut für Ausbildung in Biberach wurden alle am Standort Anwesenden eingeladen, sich auf dem Platz vor dem Lehrsaalgebäude einzufinden. Die Klassen der Polizeiausbildung wurden von ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern begleitet. Neben den Angehörigen der Polizeischule versammelten sich auf dem zentralen Platz auch die am Standort befindlichen Angehörigen des Instituts für Ausbildung und Training, der Sportbildungsstätte und des Institutsbereichs Einsatztraining. Es nahmen rund 350 Personen teil.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter des Institutsbereichs Ausbildung Biberach, Kriminaldirektor Christoph Moosmann folgte die gemeinsame Schweigeminute. Im Anschluss teilte der zuständige Polizeiseelsorger Erich Schäfer einen gedanklichen Impuls in diesem traurigen Moment mit allen Anwesenden.

Die ca. 100 Angehörigen des Institutsbereichs Ausbildung Bruchsal führten die Schweigeminute mit Ihren Auszubildenden sowie den Lehrkräften und den Beschäftigten der Organisationsbereiche zusammen mit der Bereitschaftspolizeidirektion Bruchsal auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Einsatz durch. Der Institutsbereich Ausbildung Bruchsal befindet sich als einziger Ausbildungsstandort zusammen mit einer Organisationseinheit des Polizeipräsidiums Einsatz an einem Standort.

In Herrenberg wurde die Schweigeminute gemeinsam durch die Beschäftigten des Institutsbereichs Personalgewinnung und des Polizeiärztlichen Dienstes sowie des Institutsbereichs Ausbildung Herrenberg außerhalb des Areals begangen. Rund 350 Menschen bildeten ein „Band der Trauer und Verbundenheit“. Sie stellten sich von der Pforte des Ausbildungsstandorts Herrenberg bis zu den Stadtwerken Herrenberg entlang des dortigen Radwegs auf. Hierdurch wurde der Trauer und Betroffenheit ein besonderer Ausdruck verliehen, aber auch für alle wahrnehmbar die innere Verbundenheit und der Zusammenhalt der Polizei aufgezeigt. Gleichzeitig wurde ein symbolisches Band gebildet, das die Polizei mit den Menschen in unserem Land verbindet. Entlang der Menschenkette wurden Papierbanner hochgehalten.

Am nördlichsten Standort in Wertheim wurden die Auszubildenden, die sich mit Ihren Lehrkräften und den Angehörigen der Organisation und Verwaltung auf dem Standortgelände versammelten durch weitere externe Führungskräfte ergänzt, die sich derzeit zu einer Tagung beim Institutsbereich Ausbildung Wertheim aufhalten. Insgesamt nahmen rund 230 Menschen an der Gedenkminute teil.

In Lahr versammelten sich rund 335 Kolleginnen und Kollegen auf dem Hallenvorplatz des Ausbildungsstandorts. Der stellvertretende Standortleiter, Polizeioberrat Maik Schmid begrüßte die Versammelten mit kurzen einleitenden Worten.

Das Institut für Fortbildung in Böblingen führte die Gedenkminute mit seinen Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern sowie den Angehörigen der ebenfalls auf dem Gelände stationierten Bundespolizeidirektion Stuttgart und den Angehörigen des Landespolizeiorchesters durch. Insgesamt rund 300 Personen gedachten hier dem getöteten Kollegen.

Angesichts der Trauer und Fassungslosigkeit fällt es schwer, zur Tagesordnung und dem Alltag zurückzukehren. Die Angehörigen der HfPolBW wünschen sich, dass alle sichtbaren und unsichtbaren Aktionen und die Verbundenheit insbesondere für alle Angehörige, Freunde, Bekannte, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie insbesondere auch für die Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Mannheim ein Mosaiksteinchen dafür sind, um ihre Trauer bewältigen zu können.

Nachfolgend einige Impressionen aus den einzelnen Standorten:

GedenkminuteHfPolBWTrauer
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Frank Faras
Freitag, 17 Mai 2024 / Published in Allgemein, Villingen-Schwenningen

16.05.2024 | Rückblick: Podiumsdiskussion am Campus Villingen-Schwenningen – „Den Menschen sehen“

Es ist 18 Uhr am 18. April diesen Jahres – das Audimax der Hochschule für Polizei (HfPolBW) war gut besucht und auch im Livestream waren viele Interessierte zugeschaltet. Insgesamt über 250 Personen, hauptsächlich Studierende verfolgten die Podiumsdiskussion zum Thema


„Führung reloaded – den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gewachsen sein“.

Vor Ort warteten gleich vier spannende Führungspersönlichkeiten, um von ihren Führungserfahrungen, Herausforderungen und dem eigenen Führungsverständnis zu sprechen sowie sich den Fragen des Plenums, auch aus dem Chat, zu stellen.

Mit der ehemaligen Ärztin und Vorständin, Frau Dr. Martini, sowie dem Bäckermeister und Geschäftsführer Wolfgang Pfeile aus Freiburg konnten zwei hochkarätige Vertretungen aus der Wirtschaft gewonnen werden. Durch einen Revierleiter, Polizeidirektor Peter Albrecht, und eine Dienstgruppenleiterin, Polizeihauptkommissarin Jasmin Schenk, wurden Erfahrungen aus der polizeilichen Praxis eingebracht.

Moderiert von Polizeidirektorin Caroline Wedler-Krebs und Psychologierat Joachim Albrecht, beide angehörig der Fachgruppe Führungswissenschaften an der HfPolBW, ging es nicht nur um die jeweilige Führungsphilosophie und das eigene Selbstverständnis, sondern es wurden auch die heißen Eisen angepackt und der Elefant im Raum ausgesprochen. Das waren dann besonders spannende Momente – denn wie geht man damit um, wenn einem nach dem Masterstudiengang und der Übernahme einer Führungsfunktion im mittleren Management die notwendige Akzeptanz erst einmal nicht entgegengebracht wird? Vielmehr es zu bewussten Provokationen und Infragestellung der Führungsrolle kommt. Wie gelingt es, sich schnell in fremde Aufgabenfelder einzuarbeiten und wie kann mit Mitarbeitenden umgegangen werden, die innerlich gekündigt haben?

Eine der Kernbotschaften, die vielfach von den Podiumsgästen aus allen Bereichen bestätigt wurde, ist, dass es wichtig ist, als Führungsperson (wie auch als Polizistin oder Polizist) ein Menschenfreund zu sein. Ziel muss es sein, mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben, und deren individuelle Bedürfnisse, Befindlichkeiten und die aktuelle Lebenssituation zu kennen.

Viele dienstliche Probleme haben ihre Ursache im Privaten. Nah dran zu sein an den Menschen, auch Interesse an privaten belastenden Zeiten, wie Erziehungs- oder Pflegephasen zu zeigen, bringt den Mitarbeitenden Wertschätzung entgegen. Die Probleme anzusprechen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, das verbindet und macht deutlich, dass die Führungskraft zwar auch für die Aufgabenerledigung und das Erreichen von Zielen sorgen, aber eben auch für die ihr anvertrauten Menschen da sein muss. Jeder Mensch kann eine schwere Zeit durchleben. Mitarbeitende, mit denen ein Tal, eine schwere Zeit durchstanden wurde, sind danach viel zuverlässiger, leistungsfähiger und motivierter. Nicht jede Person kann zurückgewonnen werden, aber jeder Mensch ist es wert, dass um ihn gekämpft wird.

Vorbild zu sein, sich seiner Rolle bewusst zu sein und sich gut zu vernetzen von Anfang an, waren weitere wichtige Botschaften. Wer mehr Kontakte hat, findet sich im täglichen Doing besser zurecht. Zu wissen, mit wem mal ein klärendes Gespräch möglich ist, oder Hilfe erfragt werden kann, das kann in den schwierigen Momenten, die der Führungsalltag auch bereithält, immens wertvoll sein.

Zum Abschluss des Abends, der pünktlich um 20 Uhr für die Großveranstaltung endete, wurden die Gäste gebeten, diesen Satzanfang zu beenden: „Ich hätte mich in der Führungsaufgabe leichter getan, wenn ich früher gewusst hätte…“. Auf kurzweilige Art und Weise wurden so der Zuhörerschaft noch einige zentrale Take-Home Messages präsentiert, die auch in der im Anschluss durchgeführten Evaluation der Veranstaltung als positiver Impuls bewertet wurden.

In Einzelgesprächen wurde der Abend im Hörsaal noch etwas verlängert, bevor auch die Podiumsgäste den Heimweg antraten mit dem Resümee, dass auch die Gäste voneinander profitiert haben und den gemeinsamen Abend als Bereicherung empfunden haben.

Durch den Einsatz des Technikteams konnte die Veranstaltung nicht nur im Livestream angeboten werden, sondern wurde auch direkt professionell als Aufzeichnung und als Podcast geschnitten. So können die Inhalte der Podiumsdiskussion in Ausschnitten auch weiterhin in Vorlesungen und Veranstaltungen eingesetzt und Interessierten zur Verfügung gestellt werden.  

Ein Beitrag von Polizeidirektorin Caroline Wedler-Krebs, Fakultät I – Fachgruppe Führungswissenschaften


Nachfolgen einige Impressionen aus der Veranstaltung:

Blick in den gut gefüllten Audimax
Psychologierat Joachim Albrecht (r.) im Gespräch mit Hr. Pfeile
Polizeidirektor Peter Albrecht (l.), Polizeihauptkommissarin Jasmin Schenk (m.) und Frau Dr. Martini (r.) im Gespräch
Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion
Psychologierat Joachim Albrecht aus der Fachgruppe Führungswissenschaften
Frau Dr. Martini (l.) im Gespräch mit Polizeidirektor Peter Albrecht
Campus Villingen-SchwenningenCampus VSFührungswissenschaftenHfPolBWPodiumsdiskussionStudium Generale
Blick in den Saal des Europäischen Polizeikongresses
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Frank Faras
Montag, 22 April 2024 / Published in Allgemein, Studium, Villingen-Schwenningen

22.04.2024 | Rückblick: Studierende der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg besuchen den Europäischen Polizeikongress

Logo Europäischer Polizeikongress

Eine Delegation der Studiengruppe Kriminalpolizei-IT-Ermittlungen/IT-Auswertungen (K-IT) des 46. Jahrgangs besuchte am 16. & 17. April 2024 den Europäischen Polizeikongress in Berlin und nahm an einer Guided-Tour des Veranstalters „Behördenspiegel“ teil.

Der CityCube der Berliner Messe beherbergte zahlreiche Aussteller aus der Wirtschaft sowie Forenbeiträge von Experten im Bereich Öffentliche Sicherheit und Diskussionsrunden von Politikern. Die Messe bot Einblicke in aktuelle Produkte und Entwicklungen, darunter die Präsentation von innovativen Einsatzmitteln und Fortschritten in der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz im Strafverfahren.

Aus dem Bereich Ausrüstung war die Präsentation des „TactiScan“ beeindruckend. Dieses Gerät ermöglicht es verdächtige Substanzen durch bloßes Auflegen (in einem Plastikbeutel), auf diverse Betäubungsmittel zu prüfen und durch das Ergebnis einen Anfangsverdacht zu bestätigen. Ebenfalls kann der „TactiScan“ Personalausweise durch das Auflegen auf das Gerät, auf dessen materielle Zusammensetzung prüfen und somit den Verdacht einer Fälschung erhärten.

Die Firma AXON stellte ihre neue Bodycam, die „Body 4“ vor, mit der die Aufnahme live in das Lagezentrum und auf das Poliphone gestreamt werden kann. Weiterhin soll die Bodycam die Möglichkeit bieten untereinander zu kommunizieren. Diese Funktion soll jedoch ausdrücklich nicht das Funkgerät ersetzen, sondern kann bei aktuellen Lagen unterstützen beispielsweise durch einen Übersetzer. Zudem präsentierte Axon den neuen „Taser 10“ als moderne Distanz-Elektroimpulswaffe mit hohem Deeskalationspotenzial und Wirksamkeit.

Die Firma DJI-Enterprise präsentierte die aktuellen Einsatzgebiete und Möglichkeiten der Verwendung von Drohnentechnik in Sicherheitsbehörden. Das sogenannte „DJI-Dock“, ein „mobiles Drohnenhangar“ dient als „Out-of-the-Box-solution“. Es ermöglicht in kürzester Zeit und überall eine Drohne starten zu lassen, welche dank integrierter Wetterstation in jeder Wetterlage ihren Dienst verrichten kann, Die verbauten Kameras haben ein Weitwinkelobjektiv mit Thermalsicht und durch die Cloud-Steuerung ist es ebenfalls möglich die Drohne eine festgelegte Route in einem Umkreis von sieben Kilometern abfliegen zu lassen. Somit kann die Drohne selbstständig „Patrouille fliegen“. Das könnte für den polizeilichen Einsatz bedeuten, dass die Drohne durch eine Streifenbesatzung vor Ort gebracht wird und von dem qualifizierten Piloten notfalls von zuhause aus, gesteuert wird. Hierzu berichtete ein Drohnenpilot der belgischen Polizei, von dem Einsatz der DJI-Dock bei Großereignissen und zeigte Videomaterial von einem Zusammentreffen rivalisierender Gruppen bei Fußballspielen.

Die vielfältigen Vorträge über die aktuellen Entwicklungen zum Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) in der Strafverfolgung ließen nicht nur die noch jungen K-IT-Herzen höher schlagen. Es wurde debattiert, wie man Künstliche Intelligenz in der Open Source Intellegence (OSINT)-Recherche verwendet, welche Möglichkeiten und Gefahren KI und Technik mit sich bringt, wie sie mit Massendaten umgehen kann sowie Szenarien eines Cyberwarfare durch KI gesteuerte Cybercrimeangriffe dargestellt und was der EU AI Act in dieser Hinsicht bringt.

Selbstverständlich ließ die Gruppe sich, trotz hohen Andrangs, die Präsentation des K-IT-Dozenten Prof. Dr. Johannes Fähndrich nicht entgehen. In dem Vortrag unter dem Titel „Thinking Machines: Automatisches Schlussfolgern in der Polizeiarbeit“, stellte Herr Prof. Dr. Fähndrich ein Konzept vor, bei dem KI aus Falldaten einen kriminalistisch logischen Schluss ziehen kann.

Des Weiteren wurden diverse Lösung für Prozessoptimierungen innerhalb der Sicherheitsbehörden vorgestellt. Das Programm P20 präsentierte eindrucksvoll die aktuelle Entwicklung von Software, welche die wenig einheitliche, etwas rückständige IT-Landschaft in der Fallbearbeitung harmonisieren soll.

Stashcat stellte ihre Komplettlösung für die Kommunikation in Sicherheitsbehörden vor. Mit einer Anwendung können Anrufe geführt, Nachrichten geschrieben und Dateien erstellt bzw. gesendet werden. Dies wird per Anwendung auf dem dienstlichen Mobiltelefon unter Berücksichtigung der notwendigen Verschlüsselung sichergestellt und ist mit Android, IOS und Windows-PC kompatibel. Diese Infrastruktur ist in den Polizeien der Länder Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern bereits in Verwendung.

Mit der australischen KI „SÖZE“ stellte der Hersteller AKKODIS eine skalierbare Analyseplattform vor, welche in der Lage ist, die Erkennung und Analyse von Netzwerken aus Menschen, Orten, Telefongesprächen, Nachrichten und Bildern (und bald auch von Videos, Dokumenten, Finanzdaten und sozialen Medien) automatisiert in einem nutzerfreundlichen System darzustellen. Herausstechend war die Fähigkeit, Dokumente und Nachrichten automatisiert auf die Zielsprache übersetzt darzustellen.

Der allgemeine Aufbau der Messe mit vielen Vorträgen und Präsentationen in Bezug auf KI-Systeme oder digitaler Tatortarbeit, sowie dem digitalen Tatort im Bereich der Cybercrime zeigen die kommenden Anforderungen an Ermittler und die moderne Strafverfolgung. Es gibt die handfeste Kompetenz als Drohnenpilot zur digitalisierten Aufbereitung von Einsatzgeschehen oder als Zusatz zur Aufklärung von Tatorten beizutragen. Ermittler können mit einfach verständlicher Software schnell ihre erstmal undurchsichtigen Tatorte und Asservate aufbereiten und direkt Spuren auf Plausibilität oder Zusammenhang prüfen. Der scheinbar bedrohliche Berg an Daten in kommenden Verfahren, Smartphones und Online-Profile sei Dank, kann so wieder beherrscht werden.

Auch IT-Laien brauchen hier keine Scheu zu haben.
Mit „nur“ 2 Monaten Kriminalpolizeilicher Arbeit im Bereich Cybercrime des Grundpraktikums konnten die K-IT Studenten mit vielen der Hersteller schon fachsimpeln und die Funktionen der angebotenen Software wertschätzen.

Der Besuch des Europäischen Polizeikongress war von vielen neuen Eindrücken geprägt und war äußerst informativ. Die schiere Masse an neuen Erkenntnissen und Gesprächen mit Experten hat es ermöglicht neue Eindrücke zu sammeln und Ideen für die anstehende Bachelorarbeit zu sammeln zu der viele Unternehmen auch ihre Fachexpertise als Unterstützung angeboten haben. Ebenso konnten Kontakte zu Experten geknüpft werden.

Die Studiengruppe freute sich über die Ermöglichung dieser lehrreichen Erfahrung.

Blick auf das Podium, KOR Thorsten Lange (links) und Ass. jur. Lorena Gutzwiller (rechts), mit ihren Gästen v.l.n.r. Ltd. KD Andreas Taube, Dr. Daniel Köhler und Prof. Dr. Philipp Molsberger.
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Frank Faras
Montag, 22 April 2024 / Published in Allgemein, Studium, Villingen-Schwenningen

22.04.2024 | Studium Generale am Campus Villingen Schwenningen: Interdisziplinäre Lehre im Plenum – aktuell und praxisnah.

Um 19 Uhr begrüßten Ass. jur. Lorena Gutzwiller von der Fakultät III Rechtswissenschaften und Kriminaloberrat (KOR) Thorsten Lange aus der Fakultät II Kriminalwissenschaften rund 900 Studierende und Lehrende zu einer fakultätsübergreifenden Lehrveranstaltung in der Sporthalle. Leitthemen waren extremistische Bedrohungspotentiale durch Reichsbürger und Selbstverwalter, sowie moderne nationale und internationale Erscheinungsformen des Rechtsextremismus.

Auf zur Tat. Die Idee zum interdisziplinären Format entstand nach der gemeinsamen Betreuung einer Abschlussarbeit zur politisch motivierten Kriminalität. Lorena Gutzwiller und Thorsten Lange waren sich schnell einig: „Rechtliche und kriminaltaktische Aspekte sollten im Optimalfall gemeinsam vermittelt werden. Beide Wissenschaftsbereiche profitieren davon und die Vorlesungen werden insgesamt spannender.“ Ein weiterer Aspekt ist den Lehrenden dabei besonders wichtig. „Die Kriminalitätsphänomene und insbesondere die technischen Ermittlungsmaßnahmen verändern sich schnell und kontinuierlich. Durch eine Einbindung von Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamten aus der Praxis bleiben wir nah am tatsächlichen Polizeialltag. Wir sind eine Hochschule für angewandte Wissenschaften – die Bubble der theoretischen Lehre immer wieder zu durchbrechen ist wichtig um nah am tatsächlichen Geschehen zu bleiben.“

Eine Moderatorin, ein Moderator und drei hochkarätige Gäste. Vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg waren als Referenten der Leiter des Staatsschutzes, Leitender Kriminaldirektor (Ltd. KD) Andreas Taube, und der Extremismuswissenschaftler, Dr. Daniel Köhler, eingeladen. Zusätzlich wurden die Podiumsgespräche von einem ehemaligen Staatsanwalt und jetzigen Professor der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg, Prof. Dr. Philipp Molsberger, ergänzt.

Die Moderatoren KOR Thorsten Lange (links) und Ass. jur. Lorena Gutzwiller (rechts), mit ihren Gästen
v. l.: Ltd. KD Andreas Taube, Dr. Daniel Köhler und Prof. Dr. Philipp Molsberger.

Die Veranstaltung war in „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) eingestuft, weshalb die Öffentlichkeit nicht eingeladen war. Besprochen wurden ausgewählte rechtliche und taktische Inhalte. Es stand die Entwicklung der Reichsbürger – und Selbstverwalterszene, sowie das mit ihnen verbundene Gefahrenpotential, auf dem Programm.

Dr. Daniel Köhler eröffnete den Teilnehmenden einen Blick in eine moderne und komplexer werdende, rechtsextremistische Erlebniswelt. Rhetorisch brillant band er die Teilnehmenden in seinen Vortrag ein und fesselte sie verbal bis kurz vor 22 Uhr an die Holzstühle.

Prof. Dr. Molsberger hatte viele Botschaften im Gepäck. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit musste er seine Ausführungen leider stark begrenzen.

KOR Thorsten Lange (links) und Ass. jur. Lorena Gutzwiller (rechts), mit ihren Gästen
v. l.: Ltd. KD Andreas Taube, Dr. Daniel Köhler und Prof. Dr. Philipp Molsberger.

Beteiligung über Smartphone und QR-Code. Die Teilnehmenden nutzten die Möglichkeit über einen QR-Code Fragen zu stellen. Diese wurden in Echtzeit an einem Analysetisch geclustert. Leider konnten aufgrund des gefüllten Programms lediglich einzelne Fragen direkt durch das Podium beantwortet werden. Die Moderatoren versprachen aber, dass die Antworten auf die Fragen zukünftig in die Lehre einfließen werden.

Anhaltender Applaus – Fortsetzung folgt. Stimmen der Studierenden:„Vielen Dank, für die Möglichkeit im Studium über den Tellerrand zu blicken – für die Gelegenheit zum Networking. Ich hätte noch stundenlang zuhören können.“ „Es war sehr spannend und hat mich neugierig gemacht. Damit hätte ich nicht gerechnet!“ „Es hat sehr viel Spaß gemacht, gerne mehr davon!“ Die Teilnehmenden zeigten bis in die späten Abendstunden eine enorme Lernbereitschaft und große Ausdauer.

„Der Aufwand hat sich gelohnt. Es hat uns richtig Spaß gemacht und war darüber hinaus eine großartige Teamleistung!“

Resumée der Moderierenden, Lorena Gutzwiller und Thorsten Lange
Bild des politisch-historischen Bildungstags am Standort Villingen-Schwenningen. Zu sehen sind Pinnwände mit Werbematerial sowie die Europafahne
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Frank Faras
Montag, 22 April 2024 / Published in Allgemein, Studium, Villingen-Schwenningen

22.04.2024 | Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Erstwählende für die Europawahl informieren

Vom 6. bis 9. Juni 2024 findet die zehnte Direktwahl zum Europäischen Parlament statt.

Aus diesem Grund arbeiten die Fachgruppe Politikwissenschaft/Politische Bildung/Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens von der Fakultät IV der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) und ihr langjährigen Kooperationspartner, der Fachbereich Europa und Internationales der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB BW) erneut zusammen.

Sie bieten an allen Ausbildungsstandorten einschließlich des Campus Villingen-Schwenningen Informationen, Aktivitäten oder Mitmachaktionen an, die den Auszubildenden und den Studierenden der Polizei Baden-Württemberg nicht nur die anstehenden Wahlen näherbringen, sondern generelles Interesse an Europa, der Europäischen Union und der einzelnen Mitgliedstaaten wecken sollen.        
Dieses Angebot findet bis zum 9. Mai, dem Europatag, statt.

In diesem Rahmen finden auch politisch-historische Bildungstage statt, bei denen Auszubildende oder Studierende ihr Wissen am Quizrad unter Beweis stellen und aktiv beim Lernspiel „Europa-Puzzle“ den europäischen Kontinent entdecken können. Neben Präsenten und Preisen der LpB BW werden dabei auch deren Informationen bzw. Materialien zur politischen Bildung kostenfrei zur Verfügung gestellt. 
Die LpB BW bietet diese Materialien und Informationsquellen allen Bürgerinnen und Bürgern Baden-Württembergs an.  

Parallel hierzu wird den Studentinnen und Studenten derzeit im Hauptstudium am Campus der HfPolBW das Thema Europäische Einigung und Europawahl vermittelt.

Insbesondere Erstwählende sollen über die Europawahl informiert werden. Hierbei erweist sich die langjährige ertragreiche Zusammenarbeit zwischen beiden Kooperationspartnern wieder einmal als vorteilhaft.

Insgesamt werden so mindestens 1.600 junge Menschen bei der HfPolBW die Angebote in Anspruch nehmen können.

Bild der Preisübergabe, v. l.: Prof. Dr. Roman Povalej (Polizeiakademie Niedersachsen), Silvio Berner M. A. (Hochschule der sächsichen Polizei), Preisträger Paul David Langsam (HfPolBW), Prof. Dr. Dirk Labudde (Hochschule Mittweida), Michael Mundt (Fa. Esri)
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Frank Faras
Montag, 22 April 2024 / Published in Allgemein, Studium, Villingen-Schwenningen

22.04.2024 | Preisverleihung für den besten studentischen Beitrag: KIT-Student räumt ab!

Vom 12.-13. März 2024 fand an der Hochschule Mittweida die nunmehr 9. Tagung der Polizeiinformatik statt. Hierbei konnten die Organisatoren 120 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen. Bei dieser Tagung wird für den besten studentischen Beitrag ein von der Firma Esri Deutschland GmbH gesponsorter Preis verliehen. Der Gewinner des Preises im Jahr 2024 ist Paul David Langsam von der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) für seinen Vortrag „Technologie-Radar“. Dieser fokussierte sich auf eine konzeptionelle Bewertung von zukünftigen Technologien, um den Entscheidungsprozess objektiver zu gestalten.

Paul David Langsam ist Angehöriger des ersten Studiengangs des Studienschwerpunkts Kriminalpolizei-IT-Auswertungen/IT-Ermittlungen des 44. Studienjahrgangs. Seit dem 01.04.2024 verstärken die Angehörigen dieses neuen Studiengangs die Dienststellen und Einrichtungen für die Polizei Baden-Württemberg.

Weitere Informationen zur Polizeiinformatik gibt es unter www.polizeiinformatik.de

v. l.: Prof. Dr. Roman Povalej (Polizeiakademie Niedersachsen), Silvio Berner M. A. (Hochschule der sächsichen Polizei), Preisträger Paul David Langsam (HfPolBW), Prof. Dr. Dirk Labudde (Hochschule Mittweida), Michael Mundt (Fa. Esri)
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Frank Faras
Donnerstag, 28 März 2024 / Published in Allgemein, Studium, Villingen-Schwenningen

27.03.2024 | Verabschiedung des 44. Studienjahrgangs

532 Studierende verlassen den Campus Villingen-Schwenningen als frischgebackene Oberkommissarinnen und Oberkommissare. Sie wurden am Mittwoch, 27. März 2024 in feierlichem Rahmen verabschiedet.

Es lebe die Musik! Mit dem Titel Viva Musica von Alfred Reed hat das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg unter der Leitung von Professor Stefan Halder die feierliche Verabschiedung des 44. Studienjahrgangs am Mittwoch, 27. März 2024, eröffnet. Mit dem eingängigen Musikstück wurden die Anwesenden schon zu Beginn der Veranstaltung in eine, dem Anlass entsprechende Stimmung gebracht.

Dies wurde schließlich auch mit tosendem Applaus der über 1.200 Anwesenden in der Sporthalle des Campus Villingen-Schwenningen honoriert.

Als erste trat die Gastgeberin und Prorektorin Prof. Dr. Judith Hauer auf die Bühne und begrüßte die Anwesenden, sowie die über eine Videoübertragung verbundenen Angehörigen an den Bildschirmen. Sie ging in ihrer Begrüßung auf die drei Nova des zu verabschiedenden 44. Studienjahrgangs ein.

  1. Bei diesem Jahrgang handelt es sich um den ersten dreigeteilten Jahrgang mit den Studiengängen Schutzpolizei, Kriminalpolizei sowie der Spezialisierung IT-Ermittlungen/IT-Auswertungen des Kriminalpolizei-Studiengangs.
  2. Als zweites Novum werden erstmals keine Aufsteigerinnen und Aufsteigeraus dem mittleren Polizeivollzugsdienst verabschiedet, da diese fortan einen eigenen Studiengang absolvieren.
  3. Nicht zuletzt waren erstmals die Prüfungen in Sport und Einsatztraining als Teilprüfungen bestehensrelevant.

Besonders betont wurde, dass die Absolvierenden am heutigen Tag auch noch zu Oberkommissarinnen und zu Oberkommissaren ernannt werden.

Frau Dr. Hauer beglückwünschte die 532 Studierenden, welche nun ihr Zeugnis erhalten zum erfolgreichen Abschluss nach 45 Monaten Vorausbildung und Studium. Sie sprach an, dass vielen Menschen Dank gebührt, stellvertretend nannte sie die Dozierenden und Mitarbeitenden der Hochschule. Die Verbundenheit zur Hochschule zeigten auch die anwesenden Ehrengäste aus dem benachbarten Ausland, der Politik, Justiz, Wirtschaft und der gesamten Landespolizei sowie die Vertretungen des Landratsamts und der Doppelstadt.

Für den Dienstherrn richtete im Anschluss Ministerialdirektor Reiner Moser aus dem Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, seine Worte an die Anwesenden, vor allem natürlich an die heutigen Hauptpersonen, die Studierenden.

Er wies unter anderem darauf hin, dass der Polizeiberuf etwas Besonderes ist und allen Polizistinnen und Polizisten viel abverlangt. Er gibt aber auch vieles zurück. Dabei ist der Teamgedanke zentraler Bestandteil der Arbeit. Er nahm für die Studierenden den 24-Stunden-Spendenlauf als Beispiel, bei welchem die erreichte Leistung mit insgesamt 38 Teams als Sinnbild für Teamgeist steht. Herr Moser zog weiter einen Vergleich zur Fußball-Nationalmannschaft. Dort ist es entscheidend, viele gute Spieler zu einer Einheit zu formen. Jeder muss bereit sein, für den anderen einzustehen, Fehler auszubügeln und füreinander einzustehen.

Er gab an, dass die Polizei dafür einsteht, für Sicherheit bei der bevorstehenden Europameisterschaft zu sorgen. Auch hier kommt es darauf an, dass sie eine Einheit ist und bestens vorbereitet. Der Ministerialdirektor erinnerte die Studierenden an deren Einstieg im Juli 2020. Dieser geschah unter ungünstigen Voraussetzungen, die Corona-Pandemie brachte damals viele Einschnitte auch in die Ausbildung mit sich. Herr Moser überbrachte die Glückwünsche im Namen von Innenminister Thomas Strobl zum erfolgreichen Studium. Dieser konnte an diesem Tag aus bekanntem Anlass leider nicht selbst hier sein. Da die Einstellungsoffensive mit der Unterstützung des Landtags Baden-Württemberg durchgeführt werden konnte und weiter durchgeführt wird, kann man in den kommenden Jahren sukzessive eine Verstärkung der Landespolizei erleben. Einen weiteren wichtigen Punkt sprach Herr Moser noch an, der für alle Polizistinnen und Polizisten, egal ob in Uniform oder zivil gilt: Polizistinnen und Polizisten sind Vertreterinnen und Vertreter des Staates und damit Vorbilder für die Gesellschaft. Sie verpflichten sich für die Werte der Demokratie und für unsere Gesellschaft voll und ganz einzustehen. Bereits vorab sprach er den Studierenden seinen Dank für ihren Einsatz für die Gesellschaft aus und richtete diesen auch an die Angehörigen für die Unterstützung der jungen Nachwuchskräfte sowie an die Hochschule und die Dienststellen für die hervorragende Ausbildung.

Das Landespolizeiorchester startete das nun beginnende Stück aus den rumänischen Tänzen Batuta 2 mit Trommelwirbel und hat das Publikum in der Folge begeisternd mitgenommen und einbezogen.

Maren Gröner und Paul David Langsam vom Allgemeinen Studierendenausschuss richteten zu guter Letzt ihre Worte an die Absolvierenden und Gäste in der Halle sowie die zugeschalteten Angehörigen zuhause an den Bildschirmen.

Auf 31.416 Stunden, 1.309 Tage, 45 Monate oder drei 3/4 Jahre oder auch ein Studium bei der Polizei Baden-Württemberg wurde zurückgeblickt. Im Juli 2020 begann mit dem Start in die Vorausbildung ein völlig neuer Lebensabschnitt. Kaum an den Ausbildungsstandorten angekommen, waren die damals in der Vorausbildung befindlichen künftigen Studierenden auch schon wieder weg. Es hieß: ab in den bis dato unbekannten Online-Fernunterricht. Auto und Bahn waren in der Folge treue Begleiter um die bis auf die Sekunde durchgeplanten Praxisinhalte absolvieren zu können. Schließlich folgte erstmals die „richtige Polizeiarbeit“ im Praktikum bei der Schutz- und Kriminalpolizei.

Im Herbst 2021 stand die erste Entscheidung zu Beginn des fachtheoretischen Studiums an: Schutzpolizei oder Kriminalpolizei? Es folgte das Hauptpraktikum – die Zeit verging wie im Flug! Schließlich ging es zurück in den Schwarzwald, um den letzten Teil des Studiums anzutreten. Mit einem „Danke für diese unvergessliche Zeit – jedem einzelnen hier!“ endete ein launiger Rückblick auf 31.416 Stunden, 1.309 Tage, 45 Monate oder drei 3/4 Jahre – also ein Studium bei der Polizei Baden-Württemberg.

Im zweiten Teil wies Paul David Langsam eingangs darauf hin, dass nun der Ernst der Lage beginne. Er ging auf eine vergangene Ansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein, der von Zeiten des Wandels und Zeiten überlagernder Krisen sprach. Krisen kann jeder vermutlich mit irgendwelchen Punkten in seinem Leben in Verbindung bringen. Er stellte an den Jahrgang die Frage: Sind wir dem gewappnet, was die derzeitigen Krisen an Auswirkungen auf die Polizei hat? Hörte man doch an der einen oder anderen Stelle immer wieder, dass die Studierenden des 44. Jahrgangs durch die Corona-Pandemie Erleichterungen bekommen hätten, durch die Einstellungsoffensive und die hohen Einstellungszahlen doch eher Quantität statt Qualität mit sich bringen und die Prüfungen auch nicht mehr so schwierig wie früher seien.

Von all diesem war jedoch im 44. Jahrgang nichts zu spüren. Sie sind Angehörige des ersten dreigeteilten Jahrgangs und Teil des strukturellen Wandels in der Polizei Baden-Württemberg, in der seit 2016 mehr als ein Drittel der Stellen durch die Pensionswelle wiederbesetzt wurden, bald wird es rund die Hälfte sein. Wo altes weicht ist Platz für Neues: die Polizei wird bunter und diverser, der Anteil weiblicher und männlicher Einstellungen ist beinahe ausgewogen, ca. 25 % haben einen Migrationshintergrund. Dies führt zu einer vielfältigen neuen Polizei. Der 44. Jahrgang wird damit die Polizei Baden-Württemberg unweigerlich weiter und mindestens entsprechend der Merkmale seiner Generation prägen. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, durch den persönlichen Einsatz und dem Bewusstsein der übertragenen Verantwortung, die Polizei nun nachhaltig auszurichten und standfest gegenüber den – nicht Krisen, sondern anstehenden Herausforderungen gestalten. Er appellierte zum Schluss an seine Kolleginnen und Kollegen: „In diesem Sinne: Lasst uns diese Herausforderungen gemeinsam angehen.“

Ein Potpourri von Elvis Presley’s greatest Hits läutete die Ehrungen und Auszeichnungen ein, die von Prorektorin Frau Prof Dr. Hauer und dem Vorsitzenden des Fördervereins PRO HfPol e. V., Dr. Marcel Klinge, gemeinsam verliehen wurden.

Geehrt wurden die beiden Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschusses sowie die jeweiligen Jahrgangsbesten der einzelnen Studiengänge. Die allerbeste des Jahrgangs durfte sich über einen hervorragenden Durchschnitt von 13,33 Punkten freuen. Für sie und die besten der beiden anderen Studiengänge gab es neben der Gratulation und dem Zeugnis einen Förderpreis des Fördervereins PRO HfPol e. V.

Auf eine Besonderheit wies der Dirigent des Landespolizeiorchesters Professor Stefan Halder noch hin, die wohl einmalig sein dürfte. Eine Studierende aus dem 44. Studienjahrgang war heute Teil des Landespolizeiorchesters und spielte mit – für sie sicherlich auch ein unvergessliches Erlebnis.

Mit der Nationalhymne wurde der offizielle Teil der Verabschiedung beendet.

Für die Studierenden ging es allerdings noch weiter…

  • mit der Zeugnisausgabe,
  • der Ernennung zur Oberkommissarin und zum Oberkommissar und
  • last but not least mit der nun verdienten und fälligen Abschlussfeier des Studiums,

ehe zum 1. April 2024 die 532 jungen Menschen dann die Dienststellen im Land verstärken.

Das Team „Advisory Board Polizei-Informatik“ bei der Verleihung des Hamburger Sicherheitspreises, in der Mitte: Prof. Dr. Fähndrich von der Fakultät 4 der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg
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Frank Faras
Montag, 11 März 2024 / Published in Allgemein, Standorte, Studium, Villingen-Schwenningen

11.03.2024 | 1. Platz beim Hamburger Sicherheitspreis

Als Teil des Teams „Advisory Board Polizei-Informatik“ wurde Prof. Dr. Johannes Fähndrich von der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) vor einigen Tagen beim 9. Forum Sicherheit an der Northern Business School in Hamburg mit dem Hamburger Sicherheitspreis ausgezeichnet.

Das Team „Advisory Board Polizei-Informatik“ bei der Verleihung des Hamburger Sicherheitspreises, in der Mitte: Prof. Dr. Fähndrich von der Fakultät 4 der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg
Das Team „Advisory Board Polizei-Informatik“ bei der Verleihung des Hamburger Sicherheitspreises, in der Mitte: Prof. Dr. Fähndrich von der Fakultät 4 der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg

Mit dem Beitrag „Stärkung der digitalen Ermittlungskompetenz durch technologiegetriebene Polizeiausbildung“ erreichte das Team „Advisory Board Polizei-Informatik“ den 1. Platz.

Der Beitrag des Teams „Advisory Board Polizei-Informatik“ beschreibt die notwendigen Anpassungen des Polizeistudiums an den ständigen technischen Wandel, der durch die Digitalisierung und die damit einhergehende Zunahme von Cyberkriminalität entsteht. Digitale Spuren müssen von gut ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten erkannt, vor Veränderung geschützt sowie gesichert und ausgewertet werden. Sie sollten also wissen, in welchen Zusammenhängen diese Spuren entstehen, wie diese zu finden sind sowie diese beweiskräftig und gerichtsfest gesichert werden können. Der Fokus des Beitrags liegt auf der Integration neuer Technologien in die Polizeiarbeit und der Anpassung der Lehre, um den Herausforderungen neuer Technologien gerecht zu werden und den Entwicklungen in der Kriminalität effektiv begegnen zu können.

Urkunde Hamburger Sicherheitspreis
Urkunde Hamburger Sicherheitspreis

Der Hamburger Sicherheitspreis wird von der Handelskammer Hamburg, der NBS Northern Business School – University of Applied Sciences und der Akademie der Polizei Hamburg verliehen. Er wurde bereits zum siebten Mal vergeben und ist mit 3.000 € dotiert. Prämiert werden praxisgerechte innovative Konzepte, Ideen und Methoden zur Verbesserung der Arbeit der Polizei, der Unternehmenssicherheit oder der gewerblichen Sicherheitsdienste sowie deren Zusammenarbeit.


Der Preis resultiert auch aus einer „stillen Revolution“, die sich in Villingen-Schwenningen vollzogen hat: Die Polizeiausbildung geht in die nächste Runde!

In den letzten Jahren wurde das Studium für angehende Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamte überarbeitet und stärker an den modernen Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung ausgerichtet. Ein neuer Studiengang „K-IT“ (Kriminalpolizei IT-Ermittlungen/IT-Auswertungen) legt einen Schwerpunkt auf den Umgang mit digitalen Spuren. Die immer schneller voranschreitende Digitalisierung hat die Anpassungen für eine zukunftsfähige Polizei erforderlich gemacht. Die Ausbildung junger Polizistinnen und Polizisten wurde signifikant verbessert und modernisiert, um zeitgemäß den neuen Anforderungen gerecht werden zu können. So war es auch von Beginn an das Konzept von den K-IT Dozenten Prof. Dr. Johannes Fähndrich und Kriminaloberrat Lars Mechler hier im Double-Teaching die relevanten Inhalte akademisch und praxisrelevant umzusetzen.

Die ersten Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs bringen in wenigen Tagen dadurch frischen Wind in die Ermittlungsbehörden, ausgestattet mit fortschrittlichen Werkzeugen und Fachkenntnissen, um ihre kriminalpolizeilichen Aufgaben mit neuer Perspektive und Effizienz zu erfüllen.

 Die Inhalte des neuen Studiengangs wurden durch eine zukunftsorientierte Bewertung von Technologie und deren Einfluss in der Kriminalitätsbekämpfung ausgewählt. Dieses Prinzip wurde mit dem Hamburger Sicherheitspreis geehrt. Den Ermittlerinnen und Ermittlern wird ermöglicht, besser auf die Herausforderungen moderner Ermittlungsarbeit einzugehen und eine zeitgemäße Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten. Der Studiengang ist deutschlandweit einzigartig und unterstreicht die Reaktion auf die veränderten Anforderungen der letzten Jahre.

Mit Zuversicht blicken die Dozierenden an der Seite einer neuen Generation von Ermittlerinnen und Ermittlern in eine sicherere Zukunft.


Zur Person:

Professor Dr. Johannes Fähndrich, Leiter und Dozent der Fachgruppe Angewandte Informatik, Cybercrime und digitale Spuren in der Fakultät 4 Sozialwissenschaften und Vorsitzender der Forschungskommission

Prof. Dr. Johannes Fähndrich ist Leiter der Fachgruppe Angewandte Informatik, Cybercrime und Digitale Spuren an der HfPolBW. Zudem ist er Vorsitzender der Forschungskommission der Hochschule und international veröffentlichter und mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftler im Bereich Künstlicher Intelligenz sowie Sprecher der Fachgruppe für Computational Intelligence der Gesellschaft für Informatik.

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